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Allgemein

60 Millionen Social-Network-Gamer

Social Gaming ist kein Spleen mehr von Web-Geeks

Social-Network-Spiele haben die Freak-Ecke verlassen. Es sind bei weitem nicht mehr nur die Web-Geeks, die ihrer Spielelust fröhnen. Laut einer Studie der NPD Group hat bereits jeder fünfte Amerikaner, der älter als sechs Jahre ist, mindestens einmal schon ein Online-Social-Game gespielt. In Summe sind das 60 Millionen Amerikaner, Erwachsene und Kinder, zu über 50 Prozent in jedem Fall weiblich. Gute Nachrichten für Social Networks, birgt die erwachte Spielleidenschaft der User doch einen neuen Revenuestrom jenseits der Werbung - wenn Enduser nämlich ihren Geldbeutel für Third-Party-Applications öffnen. Virtuelle Güter und Währungen machen einen Großteil des Social-Gaming-Marktes aus. Bei der Umfrage gaben 10 Prozent der Befragten an, schon einmal Geld beim Social-Gaming ausgegeben zu haben, 11 Prozent planen es in Zukunft zumindest zu probieren. 2009 kauften User virtuelle Güter in Wert von 2,2 Milliarden Dollar. Die Prognosen klettern bereits auf 6 Milliarden bis 2013.

Quelle: Horizont.net (Doris Raßhofer)

Online-Spendings wandern ins Social Web

Nächstes Jahr soll ein viertel der Web-Budgets in Facebook & Co fließen

Knapp 1,7 Milliarden US-Dollar stecken US-Unternehmen in diesem Jahr in Social Media. Nach Berechnungen von E-Marketer entfallen damit knapp 20 Prozent der Online-Spendings auf Facebook und Co. Für 2011 erwartet E-Marketer ein Wachstum auf über zwei Milliarden US-Dollar und einen Marktanteil von 24,2 Prozent.

In den USA dürfte Facebook danach knapp die Hälfte der Werbeausgaben in Social Network einsacken. Auch weltweit rechnen die Prognostiker mit einem deutlichen Anstieg der Werbespendings in Netzwerken. Davon könnten auch die Anbieter der rasant wachsenden Social Games profitieren.

(Quelle: Horizont.net) [Doris Raßhofer]

Achtung, fertig, iPad!

iPad-Verkaufsstart: Mobilfunker sind gerüstet, einige Verlage auch.

Apple-Fans, die seit April neidisch auf die USA schielen, dürfen sich freuen: Ab Freitag, dem 23. Juli 2010, sind alle Modelle des iPad über ausgewählte Apple Fachhändler (http://www.apple.com/at/ipad) auch in Österreich erhältlich. Ab 499 Euro ist man dabei und kann die günstigste Version des iPad Wi-Fi , das16GB-Modell, mit nach Hause nehmen. Das 32GB-Modell ist für 599 Euro, das 64GB-Modell für 699 Euro erhältlich, für die Wi-Fi + 3G-Modelle des iPad muss man etwas tiefer in die Tasche greifen: hier kostet das 16GB-Modell 599 Euro, das 32GB-Modell 699 Euro und das 64GB-Modell 799 Euro. Vorteil der 3G-Version: mit Hilfe einer Micro-SIM-Karte kann man unabhängig von Wi-Fi im mobilen Internet surfen.

Die Mobilfunkanbieter ziehen mit und präsentieren jetzt erste eigens fürs iPad geschnürte Datenpakete: Orange bietet 1 GB Datenvolumen für 5 Euro und 3 GB für 10 Euro an, die Tarife sollen direkt über das iPad aktiviert und über Kreditkarte abgerechnet werden. T-Mobile bietet ein gratis Micro-SIM Starter Paket mit 100 MB Startguthaben bei Kauf eines iPad an, den passenden Tarif Surf gibt es in Small (10 Euro für 3 GB) und in Large für Vielsurfer (15 Euro für 15 GB) und sind für Startpaketbesitzer online anmeldbar. Konkurrent 3 packt ebenfalls 100 MB Startguthaben auf seine Micro-SIM-Karte und bietet darüber hinaus 2 GB Datenvolumen für 6 Euro und 15 GB für 15 Euro an. Schon letzte Woche hatte A1 seine “Tablet-Tarife” präsentiert: 1 GB kostet 10 Euro, 5 GB 15 Euro und 19 GB 19 Euro. Alle Tarife bei allen Anbietern erfordern keine Vertragsbindung.

Auch die App-Stores rüsten sich für den iPhone-Release in Österreich. Grundsätzlich kann jede „App“, also jedes Zusatzprogramm, das für das iPhone erhältlich ist, auch auf dem iPad verwendet werden, es gibt aber auch spezielle iPad-Apps. Das Monatsmagazin „Datum – Seiten der Zeit“ präsentierte letzte Woche eine eigene iPad-App, auch von Vorarlberg Online, Vienna Online, Salzburg24.at, Austria.com, Krone, derStandard.at und Kurier.at sind schon Apps vorhanden, weitere Medien kündigten an, daran zu arbeiten. Die heimische Presse ist damit in guter Gesellschaft: auch internationale Medien wie zum Beispiel die „Financial Times“, das „Wall Street Journal“ und „Der Spiegel“ verfügen bereits über iPad Apps. Erhältlich sind die Apps über den Austria App Store (http://www.apple.com/at/ipad/apps-for-ipad).

Quelle: Horizont.at (Lisa Kriechhammer)

Erstmals mehr Werbung Online als in Zeitungen

Printverleger klammern sich an Bezahlinhalte

In der deutschen Werbebranche ist ein historischer Wandel vollzogen. Onlinewerbung hat erstmals die Einnahmen durch Zeitungsanzeigen überholt. Das offenbaren Zahlen des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) http://www.bdzv.de, die im Zuge der Jahrespressekonferenz des Verbandes präsentiert wurden. Während laut jüngsten Zahlen des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft http://www.bvdw.org im vergangenen Jahr 4,1 Mrd. Euro umgesetzt wurden, konnten die Zeitungen mit Anzeigen nur 3,9 Mrd. erwirtschaften.

Das Minus bei den Zeitungsanzeigen betrug laut BDZV 15,7 Prozent bzw. 700 Mio. Euro. Neben dem Anzeigengeschäft brachten Supplements vergangenes Jahr 82 Mio. Euro ein, 4,47 Mrd. Euro gehen auf Vertriebserlöse zurück.

Auch bei den Auflagen gab es weitere Einbußen. Die Zahlen schrumpften im Schnitt um 2,5 Prozent gegenüber 2008. Die Entwicklung setzte sich auch im ersten Quartal 2010 fort (minus 2,7 Prozent). Am stärksten verloren die Kaufzeitungen (minus 4,1 Prozent). Abozeitungen büßten um 2,2 Prozent, Wochenzeitungen um 2,6 Prozent an Auflage ein.

Rettungsanker iPad

Angesichts der mageren Refinanzierung der Onlineaktivitäten durch Werbung klammern sich die Verleger immer stärker an Bezahlinhalte. iPad und Co werden - ähnlich wie in den USA - auch hierzulande zum zentralen Punkt der digitalen Strategie. Das betonte auch BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff im Rahmen der Jahrespressekonferenz. Paid Content sei von “existenzieller Bedeutung” für die Verlage. Durch die Einführung des iPads hat das Publizieren auf elektronischen Displays eine neue Dimension erreicht, ist Wolff überzeugt. In den Verlagen werde intensiv an Inhalten, Design und Vermarktungsmodellen gearbeitet.

Dabei wollen die Zeitungsverlage aber unbedingt mehr sein als reine Inhalteanbieter. “Sie wollen auf den neuen digitalen Plattformen die Beziehung zu ihren Kunden behalten und die Verkaufspreise für ihre Produkte ebenso selbst bestimmen wie die Entwicklung des Anzeigengeschäfts”, ergänzt Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation und Multimedia beim BDZV.

Zahlungsbereitschaft

Es sollte mit externen Plattformbetreibern darüber verhandelt werden, meint Fuhrmann. “Wichtig ist, dass die Verlagsangebot ohne technische Hindernisse möglichst auf allen attraktiven Plattformen und Endgeräten präsentiert werden können.” Zur Zahlungsbereitschaft der Konsumenten gibt es unterschiedliche Erhebungen. Laut BDZV sind Nutzer durchaus bereit, für gute und exklusive Inhalte in die Tasche zu greifen. Befragungen wie unlängst von Fittkau und Maaß, ergaben aber, dass kaum ein Viertel für Onlineinhalte bezahlen will.

Quelle: pressetext.com (Claudia Zettel)

Die ersten Onliner sind da

25 Teilnehmer haben den Diplomlehrgang für Online Marketing der Werbeakademie absolviert.

Die Werbeakademie bietet seit Herbst 2009 in Kooperation mit dem IAB (Verein für Förderung von Online Werbung) den Diplomlehrgang für Online Marketing an. Nun haben die ersten 25 Absolvent den acht Monate dauernden Lehrgang sowie ihre finale Diplomprüfung bestanden. Der Lehrgang besteht aus zwei Modulen. Das erste behandelt die Grundlagen des Online Marketings. Das zweite setzt fort mit Fachthemen wie Mobiles Marketing, Display Advertising (Werbeformate), Web 2.0, In-Game Werbung, E-Media-Planung etc.

Den Diplom-Abschluss erhalten alle Lehrgangsteilnehmer, die innerhalb eines Veranstaltungsjahres beide Module absolviert und die Abschlussprüfung bestanden haben. Den Diplomlehrgang wird es auch im nächsten Semester wieder geben.

Am 15. September lädt die Werbeakademie alle Interessierte zur kostenlosen Infoveranstaltung. Anmeldung unter tarbuk@wifiwien.at oder Tel. 01 476 77 5252.

Quelle: Horizont.at (Rainer Seebacher)

Studie: Akzeptanz für Paid Content steigt

“Das Potenzial ist überschaubar, aber durchaus vorhanden”. Zu diesem Schluss kommt das deutsche Marktforschungsunternehmen Fittkau und Maaß Consulting. Im Rahmen einer Studie wurden Szenarien für Paid Content-Modelle abgefragt. Die Mehrheit der heutigen Leserschaft von Onlinemedien (54,6 Prozent) schließt zukünftige Zahlungen für Internet-Inhalte dezidiert aus. 23,5 Prozent würden sich redaktionelle Artikel auch was kosten lassen. 21,9 Prozent sind noch im Zwiespalt.

Im Vergleich zu älteren Untersuchungen zeigt sich, dass die ehemals breite Front der Zahlungsverweigerer immer mehr Risse bekommt. Ende Dezember 2009 konnte sich nur jeder achte User vorstellen, was für Web-Inhalte zu zahlen. Ein halbes Jahr später signalisiert immerhin schon fast jeder Vierte Zahlungsbereitschaft, wenn das Medium seiner Wahl mit der “Gratiskultur” bricht.

Ob sich Paid Content-Modelle durchsetzen können, wird nicht zuletzt von der einfachen Zahlungsabwicklung abhängen. Laut der aktuellen Studie präferieren die meisten Leser (36%) das Abonnement - und nicht Pay-per-Use oder Pay-per-Click-Modelle. Nur 19 Prozent würden gerne gezielt für einzelne Artikel zahlen, allerdings wünschen sich 44 Prozent, dass Medien zumindest beide Modelle als Zahlungsvarianten anbieten.

Die Herausforderung für Online-Medienanbieter bestehe darin, “ihren Lesern das Zahlen für Inhalte ‘beizubringen’, resümieren die Studienautoren: “Gewohnt an die jahrelange Kostenfreiheit im Internet wird dies kein leichtes Unterfangen.” Wenn sich überhaupt Medien mit Paid Content bei der Leserschaft etablieren können, dann werden das am ehesten regionale- und Specia Interest-Portale sein, sind Experten überzeugt. Bei Gratisalternativen werden User abwandern.

Quelle: derStandard.at (17.6.2010)

Last Call: WebAd 2010

Noch bis zum 14. Juni können Online-Kampagnen zum diesjährigen Online-Werbepreis Web Ad eingereicht werden.

Das Internet Advertising Bureau, IAB, Austria, der Verein zur Förderung der Online-Werbung, prämiert am 1. Juli 2010 die besten Online-Kampagnen Österreichs im Rahmen eines feierlichen Gala-Abends mit dem Web Ad 2010. Werbungtreibende und Agenturen können aufgrund der verlängerten Einreichfrist bis einschließlich 14. Juni 2010 ihre Einreichunterlagen an den IAB übermitteln.

Die diesjährigen Einreichungen sind in den Überkategorien “Mediapreise Online-Werbung” und “Online-Kreativpreise” sowie in den Sonderpreis-Kategorien Social-Media, Mobile-Marketing und Consumer-Benefit möglich. Die Einreichunterlagen und eine Anmeldemöglichkeit zur Veranstaltung finden Sie unter www.webad2010.at.

Quelle: Horizont.at (Sarah Obernosterer)

Alternative- verweisen auf klassische Medien

In Blogs und Social-Media-Einträgen wird laut dem “Project for Excellence in Journalism” zu 99 Prozent auf klassische Medien verlinkt.

Laut einer aktuellen Analyse des Project for Excellence in Journalism vom Pew Internet-Research-Center verweisen praktisch alle Blogger und Aktive auf Social-Networking-Plattformen auf traditionelle Nachrichtenquellen. Laut der Studie trifft das gar auf 99 Prozent aller Verlinkungen zu, 80 Prozent davon verweisen gar nur auf die vier Medienhäuser BBC, CNN, “New York Times” und “Washington Post”. Ein Grund dafür ist die Glaubwürdigkeit die etablierten Massenmedien zu Grunde liegt, laut Experten spiele diesbezüglich auch die Psyche des Menschen eine Rolle, schließlich sind aktive Blogger aufgrund ihrer eigenen Reputation daran interessiert, keine falschen Infos zu verbreiten.

Verweist ein Blogger auf schlechte Quellen, ist auch sein eigener Ruf dahin. Zudem kennt man sich auf solchen Blogs untereinander, was den Druck Sinnvolles zu publizieren noch verstärkt. So einig sich alternative Publikationen im Netz und klassische Medien bezüglich der Quellen sind, desto unterschiedlicher fallen die Themensetzungen aus, denn dort sind Parallelen eher rar gesät.

Im Rahmen der Erhebung wurden Blogs, Twitter, Youtube und traditionelle US-Medien von Jänner 2009 bis Jänner 2010 unter die Lupe genommen.

(Quelle: pte)

Medianet Interview mit Eugen Russ zu „vol.at HD“ am neuen iPad

Wien. Während die heimischen Medienhäuser überlegen wie sie das Hoffnungsprodukt iPad nutzen könnten und Apple den Verkaufsstart in Österreich nach hinten schiebt, preschte Eugen Russ Ende vergangener Woche vor und präsentierte mit „vol.at HD“ ein erstes Content-Angebot für den iPad. Die Reaktionen darauf waren eher verhalten. Manche meinten, das Angebot sei lediglich die fürs iPad adaptierte vol.at Website. medianet befragte den Verleger zu seinem Vorstoß, seinen (Business)-Plänen und hörte sich um, was die Branche dazu sagen.

medianet: Während andere Verlage von Juni oder Juli als möglichen Launch-Termin sprechen, preschen Sie als erster mit einem eigenen iPad-Angebot vor …
Eugen Russ, Vorarlberger Medienhaus: …wir haben immer gute Erfahrungen mit dem „first mover advantage“ gemacht und wollten diesen Vorteil auch mit beim iPad nutzen. Wir waren ja auch die ersten, die eine iPhone-kompatible Website gestartet haben und entsprechend wollten wir auch hier als erste durch die Ziellinie gehen.

medianet: Welche Funktion übernimmt für sie das iPad?
Russ: Es ist ein zusätzlicher Ausspielkanal für unsere Produkte und eine weitere Möglichkeit, Reichweiten zu steigern um dadurch der werbetreibenden Wirtschaft noch bessere Angebote machen zu können.

medianet: Die Stärken des iPad?
Russ: Alle Inhalte von vol.at werden perfekt an den iPad Screen angepasst, der User kann Newspics oder Bilderserien in einzigartiger Qualität und optimaler, bildschirmfüllender Darstellung konsumieren. Besonders die Darstellung von großformatigen Bildern gelingt einmalig. Wir haben bereits etliche Features in der Pipeline, über die wir derzeit aber noch nicht sprechen können.

medianet: In welche Richtung wird es gehen?
Russ: Bei den Applikationen wird das Thema Interaktivität sicherlich eine große Rolle spielen oder auch jene, bei denen die Zusammenführung von GPRS-Daten einen besonderen Vorteil bringen kann.

medianet: Das iPad ist ja nur einer von künftig vielen eReadern.
Russ: Wir konzentrieren uns auf iPhone und iPad. Die Dinge sind hier relativ kompatibel und allein mit dem iPhone decken sie 95% der Smartphone-Zugriffe ab. Android ist auch ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen.

medianet: Zum Erstaunen der Branche bieten sie Ihre iPad-Inhalte kostenlos an …
Russ: Free Content wird man nicht abschaffen können und mit vol.at HD haben wir das auch nicht vor. Vol.at ist eine Marke die mit Gratisinhalten im Netz groß geworden ist und auf dem iPad und iPhone werden die Inhalte gratis bleiben. Die Marke „Vorarlberger Nachrichten“ steht aber auch für Bezahlinhalte und hier haben wir bereits, wenn sie so wollen mit dem e-Paper eine kostenpflichtige Applikation im Netz. Eine iPad-Applikation für die Vorarlberger Nachrichten wird es ebenfalls geben.

medianet: Wie lautet die Strategie?
Russ: Wir fahren eine Zweimarken-Strategie. Regionale Onlinemarken wie salzburg24.at, vienna.at aber auch unsere Angebote dieser Art in Ungarn und Rumänien sind online, auf dem iPhone und dem iPad kostenlos. Daneben gibt es „Bezahlmarken“ wie die Vorarlberger Nachrichten. Für jene Marken, für die man es bisher gewohnt war zu zahlen, werden auch künftig kostenpflichtig sein.

medianet: Viele Verleger legen große Hoffnungen in das iPad …
Russ: Mit dem Aufkommen des iPad sehe ich die Chance, dass sich die Vernunft durchsetzt, dass teuer erstellte Inhalte auch in Zukunft nur gegen Bezahlung zur Verfügung gestellt werden. Hier gibt es eine interessante Entwicklung aus den USA. War beispielsweise der Internetzugang via W-LAN auf Flughäfen, bei Starbucks, McDonalds & Co. bis vor einigen Jahren noch kostenlos, müssen sie heute - wenn auch nur ein, zwei Dollar - dafür bezahlen. Das heißt: Die Gratiskultur bei W-LAN, die es hier vor zehn Jahren noch gegeben hat, ist vollkommen verschwunden. Das gleiche wird im Bezug auf bestimmte Inhalte passieren, denn niemand ist es gelungen diese, produziert durch kostenaufwändige Redaktionen mit Werbung zu finanzieren.

medianet: Das iPad bietet vor allem im Bereich Audio und Video enorme Möglichkeiten …
Russ: … Wir haben das Videothema breit aufgehängt und zur Kenntnis nehmen müssen, dass Bewegbild-Angebote nur in einem ganz bestimmten Bereich für den User attraktiv sind. Spots über Unfälle, Partys, hübsche Menschen oder junge Tiere finden Anklang, Politiker Pressekonferenzen oder Wirtschaftsnachrichten können sie darüber nicht vermarkten.

medianet: Nach dem Launch ihres iPad Contents hat Apple den Verkaufsstart des iPad verschoben. …
Russ: Schade. Aber Deutschland startet Ende des Monats, und wir werden viele Geräte in Österreich sehen.

Mobiles Internet in Österreich und der Schweiz beliebter als in Deutschland

Jeder dritte Internetnutzer in Österreich und jeder vierte in der Schweiz geht mit dem Handy mobil ins Internet (31 und 27 Prozent). In Deutschland ist es jeder sechste (17 Prozent). Das zeigt die Untersuchung „Mobile Web Watch 2010“ des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Österreicher und Schweizer verbringen mehr Zeit im mobilen Internet als die deutschen Nachbarn. 51 Prozent der österreichischen und 55 Prozent der Schweizer Befragten surfen mindestens täglich. In Deutschland sind es 43 Prozent.

„Mittlerweile nimmt die mobile Internetnutzung einen festen Platz im Alltag der Nutzer ein“, sagt Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch, Partnerin im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. In Deutschland, für das Vergleichszahlen vorliegen, seien 2008 erst 22 Prozent der Nutzer täglich ins mobile Internet gegangen.

Bei einigen Online-Angeboten wie Verkehrsinformationen und Wettervorhersagen greifen die Befragten heute schon eher zum Handy als dass sie den Computer hochfahren. Ein Grund dafür dürfte der Siegeszug der so genannten Apps sein, kleine Programme für bestimmte Aufgaben wie das Ermitteln von Reiseverbindungen oder um die eigene Social Network-Seite zu aktualisieren. 63 Prozent der österreichischen, 70 Prozent der Schweizer und 60 Prozent der Internetnutzer in Deutschland verwenden heute Apps.

„Apps sind das Schmiermittel des mobilen Internets“, sagt Ann-Kathrin Sauthoff-Bloch. „Hier gilt es, die Kreativität der Masse zu mobilisieren. Vor allem Apps für den professionellen geschäftlichen Bereich sind ein großes Wachstumsfeld.“

Das Internetangebot, das von den meisten Befragten per Handy abgerufen wird, ist die E-Mail. Doch neue Kommunikationswege holen auf. In Österreich greifen mittlerweile 42 Prozent der befragten User auch per Handy auf Social Networks zu (Schweiz: 54 Prozent, Deutschland: 23 Prozent).

Einen großen Teil der Verbraucher zieht es dennoch nicht ins mobile Netz. Das Hauptargument gegen die mobile Internetnutzung lautet in allen drei Ländern: „Internetzugang über den PC reicht aus“. Das sagen jeweils rund zwei Drittel der Befragten. Interessant in diesem Zusammenhang: Etwa die Hälfte der Befragten in Deutschland und in der Schweiz empfindet die Kosten für Datenverbindungen und Flatrates als zu hoch, in Österreich liegen die Werte bei 38 bzw. 28 Prozent. Wenn es um die Datensicherheit geht, fürchten vor allem die Deutschen, ihre Daten könnten im mobilen Internet ausgespäht und missbraucht werden (40 Prozent). Die österreichischen und Schweizer Befragten schätzen dieses Risiko mit 21 bzw. 18 Prozent deutlich geringer ein.

Über den „Mobile Web Watch 2010“

Der „Mobile Web Watch 2010“ basiert auf einer Online-Befragung von insgesamt 3.000 Internetnutzern in Deutschland und je 500 Internetnutzern in Österreich und der Schweiz ab dem Alter von 14 Jahren in Deutschland. In Deutschland wird die Untersuchung seit 2008 jährlich durchgeführt. In den beiden anderen Ländern fand sie 2010 zum ersten Mal statt.

Die ganze Studie steht Ihnen im Research & Insights-Bereich von Accenture kostenlos als Download zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Studie:

Accenture
Campus Kronberg 1
61476 Kronberg im Taunus

Sandra Bauer, Marketing & Communications
Accenture GmbH
Telefon +43 1 20502-33048
Mobile +43 676 8720-33048